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Aspach aktuell

Girl Power!- Mädchenaktionstage als Kooperation in Aspach und Oppenweiler

Drei Frauen, die in der Sozialarbeit in Aspach und Oppenweiler tätig sind, haben sich zusammengetan, um in den Sommerferien am 7. und 8.August 2019 eine Aktion für Mädchen aus eben diesen Orten anzubieten. Denise Moser vom Jugendtreff Aspach und Oppenweiler, Meike Rank vom Großaspacher Modell/ Schulsozialarbeit an der Conrad- Weiser- Schule in Aspach und Katja Kuttler von der Schulsozialarbeit an der Murrtal- Schule in Oppenweiler nutzten ihre verschiedenen Fähigkeiten und ihre dreifache Woman- Power, um Mädchen zu ermutigen ihre eigenen Stärken zu sehen und zu fühlen.

Der erste Tag fand im Jugendtreff Aspach statt und bestand aus verschiedenen Übungen und Spielen zum Thema eigene Stärken. Zu Beginn fragten die Frauen die Mädchen, wie oft sie schon Sätze wie „Mädchen können nicht Fußball spielen. Mädchen können nichts mit Technik anfangen. Mädchen können kein Mathe….“ gehört haben. Viele kannten diese Cliches nur allzu gut. Wir überlegten gemeinsam, ob das denn der Wahrheit entspricht und fanden Gegenbeispiele von Mädchen und Frauen, u.a. die Teilnehmerinnen selber, die gerade diese Dinge besonders gut können.

In einer sehr intensiven Übung, bei der so manche Teilnehmerin und Veranstalterin Gänsehaut bekam, sollten die Mädchen immer schweigend einen Schritt nach vorne gehen, wenn sie eine Situation schon erlebt hatten. Zum Beispiel „Gehe einen Schritt nach vorne, wenn du schon einmal Angst hattest, etwas zu sagen oder dir überflüssig vorkamst, weil Andere das Gespräch bestimmt haben“ oder „…wenn du je von einem Jungen oder Mann in der Öffentlichkeit belästigt worden bist“ oder „… wenn du je mit einer frauenfeindlichen Bezeichnung beleidigt worden bist“. Jederzeit konnten die Mädchen auch stehen bleiben, selbst wenn sie mit „Ja“ geantwortet hätten. Bei der Übung kam aber bei vielen der Mut und sie standen für das ein, was sie erlebt und gefühlt hatten.


Nach einer kurzen Fantasiereise gab es Übungen zum „Nein“- Sagen und „Stopp“- Sagen, um die eigene Grenze deutlich zeigen zu können. Das war gar nicht so einfach, weil es manchen Mädchen noch nicht bewusst war, dass ein „Nein“, das nicht mit der entsprechenden Körperhaltung und Mimik einhergeht, oft nicht verstanden wird und übergangen werden könnte.
Anschließend durften die Mädchen an den Boxsack im Keller des Jugendtreffs und jede einzeln ihre Kraft sammeln und dann mit voller Wucht und einem lauten Schrei gegen den Boxsack schlagen. Auch das war für die meisten ein neues, erstmal komisches und ungewohntes Gefühl. Die übrigen Mädchen jubelten dem Mädchen, das gerade am Boxsack war zu und bestärkten es.


Nach einer Pause mit Obst machten wir eine Übung, bei der die Mädchen, wenn sie die beschriebene Situation als Grenzüberschreitung sehen würden, einen Schritt über eine Grenze am Boden machen sollten. Beispiele für Situationen waren „Der Mann an der Kasse im Laden zwinkert dir zu als du bezahlst“, „die Freundin deiner Mutter knutscht und knuddelt dich immer zur Begrüßung“ oder „ein Lehrer tritt an dich heran und legt dir seine Hand auf die Schulter während er dir etwas erklärt.“ Die ganze Gruppe suchte direkt Lösungen, was die Mädchen sagen oder tun können, wenn ihnen jemand zu nahe kommt.


Am Ende sollten die Mädchen auf einem Arbeitsblatt ihre eigene Selbstsicherheit in verschiedenen Situationen einschätzen. Anschließend sprachen wir darüber, was die Faktoren sind, warum sich jemand einmal sehr sicher und einmal wieder unsicher fühlen könnte. Dann stellte sich jedes Mädchen für sich selber eine für sie schwierige Situation vor, allerdings mit dem Gefühl der neu gewonnen Stärke am Boxsack und beim „Nein“-Sagen. Danach sollten sie die Situation erneut bewerten und wir überlegten, was jetzt anders wäre und was sie auch selbst anders machen können.


Am zweiten Tag trafen wir uns zur Mittagszeit im Jugendtreff in Oppenweiler und kochten zunächst in gut organisierten Gruppen Spaghetti mit verschiedenen Soßen und Rohkost. Nach dem Essen gab es noch eine Fantasiereise zum inneren Kraftort, um sich auch an das gestern Erlebte erinnern zu können.

Dann gingen wir über zum kreativen Teil der Aktionstage. Jedes Mädchen bekam ein Stück Tapete und ließ sich von einem anderen Mädchen ihre Umrisse in Originalgröße auf das Papier zeichnen. Jede füllte anschließend mit Farben, Bekleben und schreiben ihren Umriss mit allem Positiven, was sie ausmacht: Was sie gut kann, was sie gerne mag, wer sie gerne sein möchte und was ihr wichtig ist.


Zum Abschluss bekam jedes Mädchen ein Blatt Papier auf den Rücken geklebt und sie durften sich gegenseitig lauter positive Eigenschaften, die sie in der Anderen sehen, darauf schreiben. Als die Mädchen die Zettel abnehmen durften, sah man ganz viel Lächeln auf den Gesichtern. Ganz am Ende wollten die Veranstalterinnen noch eine Rückmeldung von den Mädchen zum Programm und mit einem gemeinsamen Power-Schrei und den Fäusten in der Luft verabschiedeten wir uns mit neu gewonnener Girl- Power.

Kontakt Gemeinde

Gemeinde Aspach
Backnanger Straße 9
71546 Aspach
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Telefax: (+49) 7191 212-39
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